(KI)nder und (JU)gendKULTURPreis

 

Im November 2019 vergeben wir in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien erstmals den mit insgesamt 12.000 Euro dotierten KIJU-Preis. 

 

Mit dem Preisgeld sollen jedes Jahr drei bereits realisierte Projekte für wertvolle und nachhaltige Kultur- und Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Hamburger Stadtgebiet mit jeweils 4.000 Euro gewürdigt und gefördert werden.

 

Hierbei wird jedes Jahr ein anderes Genre der Kinder- und Jugendkultur im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.


Preisausschreibung 2019

In diesem Jahr, passend zum 100. Geburtstag der Hamburger öffentlichen Bücherhallen war das stand die Ausschreibung unter dem Motto "Literatur beWEGt!" Mögliche Bewerber waren alle Initiativen, die sich im weitesten Sinne mit Literatur und der Vermittlung von Lesen und Büchern beschäftigen und in ihren Projekten Kindern und Jugendlichen durch aktives Mitmachen einen Zugang zur Welt der Literatur eröffnen.

 

Die Preisträger

fantastische teens

Die Schreibwerkstatt „Fantastische Teens“ schafft in hohem Maße Raum für kreatives und fantasievolles Schreiben. Die beteiligten Jugendlichen werden beim Kreieren ihrer eigenen Geschichten begleitet und unterstützt und erfahren auf einer tieferen Ebene Selbstvertrauen, was auch zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Das gemeinsame Schreiben schweißt Kinder aus den unterschiedlichen Milieus, kulturellen oder religiösen Hintergründen zusammen. Eine erste eigene Geschichte geschrieben zu haben und sie anderen vorzulesen, ist für die Jugendlichen ein positives Erlebnis und eine Erfahrung, von der sie langanhaltend profitieren werden. https://fantastischeteens.de

KIKU Leseclub

Der Leseclub des Kinderkulturhauses ist eines von wenigen kulturellen Angeboten für Kinder in Lohbrügge. Mit dem Kiku-Leseclub ist es gelungen, einen Erfahrungsraum zu schaffen, der für viele junge Menschen von 5 bis 13 Jahren, die meisten mit Migrationsgeschichte, eine Heimat geworden ist. Ältere Kinder lesen den Jüngeren vor, das stärkt nicht nur das soziale Miteinander und die Lesefähigkeit, sondern auch das Vergnügen daran. Denn hier wird das Lesen zu einem echten Erlebnis, bei dem sich die Kinder ganz ohne Ablenkung auf das Gelesene einlassen und mittels ihrer Fantasie in die fiktive Welt der Erzählung abtauchen können. (Das fördert Kreativität, Vorstellungskraft und Reflexionsvermögen.)

Schulhausroman

Die bestechende Kurzformel des Projekts „Schulhausroman“ lautet, eine Schulklasse schreibt gemeinsam mit Schriftstellern*innen einen Roman. Alle Schüler*innen aus dem Klassenverbund sind beteiligt und sollen und dürfen ihre jeweiligen Talente und Neigungen einbringen. Ihnen wird dabei eine große sprachliche Freiheit gelassen und keine von außen kulturell normierte Vorstellung herangetragen, sondern sie selbst sind die Autor*innen ihrer Geschichten im eigentlichen Wortsinne. Ihre Ideen, ihre Gestaltungsaktivität und ihr stilistischer Eigensinn zählen. Am Ende halten die Schüler*innen den fertiggestellten Schulhausroman in den Händen, wurden als Gruppe gestärkt und in ihrer sprachlichen und kulturellen Kompetenz gefestigt. 

auswahlkriterien

Die Jury schätzt Ansätze,

  • die Kindern und Jugendlichen einen aktiven Erfahrungsraum im Umgang mit Kunst und Kultur bieten,
  • die Kinder und Jugendliche in Stadtteilen ansprechen, die bisher von kultureller Projektarbeit wenig erreicht wurden,
  • die mit interkultureller und inklusiver Arbeit das multiethnische Spektrum in einzelnen Stadtbereichen als kulturelles Potenzial aufgreifen,
  • die sich offen für kluge Kooperationsbeziehungen zeigen und dadurch helfen, das eigene Angebot zu stabilisieren und zu verbreitern,
  • die dem Eigensinn der Künste Raum geben,
  • die auf Nachhaltigkeit angelegt sind.